Jan-Henrik Scheper-Stuke im Interview

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Einer, der es wissen muss: Jan-Henrik Maria Scheper-Stuke ist Geschäftsführer von Auerbach, dem Hersteller edler Herrenaccessoires in Berlin. Bei unserem Besuch in der Manufaktur in den Hackeschen Höfen in Berlin beantwortete er unsere Fragen rund um Outfits und Stil.

Was bezeichnen Sie als guten Stil?

Guter Stil ist in erster Linie gutes Benehmen. Ich kann das tollste Outfit tragen, aber wenn ich mich danebenbenehme, macht es das zunichte. Du kannst nicht immer direkt vom Outfit auf die Persönlichkeit schließen. Mir geht es manchmal auch so. Viele denken wegen meines Aussehens von mir, ich sei ein blasierter Schnösel. Dabei bin ich eigentlich ein ganz netter Typ (grinst). Stil hat mit Respekt und Höflichkeit zu tun.

Was gehört für Sie zu einem angemessenen Outfit für das Büro auf jeden Fall dazu?

Im Büro geht es darum, produktiv zu sein und das geht am besten, wenn ich mich wohlfühle. Und wer sich im T-Shirt oder im kurzärmeligen Hemd am wohlsten fühlt, der sollte das auch tragen – wenn es der Beruf denn zulässt. Wer als Banker, Rechtsanwalt, Unternehmensberater oder dergleichen arbeitet, sollte meiner Meinung nach schon mehr auf ein seriöses Outfit achten. Da gehört es dazu, ein Hemd zu tragen, ob mit Krawatte oder ohne. Nur weil ich Krawatten verkaufe, erwarte ich übrigens von keinem, dass er das trägt. Ich denke absolut nicht in Konventionen und jeder sollte das tragen, was ihm passt.

  • 1/4 OUTFITTERY trifft Auerbach: Unser Stylist Felix war zu Besuch in der Manufaktur von Auerbach und Jan-Henrik Scheper-Stuke bekam seine erste OUTFITTERY Box.

Würden Sie in Jogginghosen und Sneakern auf die Straße gehen?

Auf jeden Fall. Am Sonntagmorgen gehe ich mit Jogginganzug und Käppi zum Bäcker. So erkennt mich außerdem keiner. Sneaker habe ich auch. Die trage ich, wenn ich mir Blasen gelaufen habe (lacht).

Was geht stilistisch Ihrer Meinung nach gar nicht?

Toupet! Donald Trump geht ja ohnehin schon nicht, aber dieser „Fiffi“ auf dem Kopf ist wirklich schlimm. Aber Spaß beiseite. Sonst gibt es einfach ein paar Dinge, die ich an mir persönlich nicht mag, wie Schwarz zu Dunkelblau oder rote Hemden. Aber das gilt nur für mich.

Haben Sie sich schon immer für Kleidung interessiert?

Ich war schon immer derjenige, der sich für Mode interessiert hat. Wenn die Anderen blaue und graue Pullis getragen haben, dann waren die bei mir eben Rot oder Orange. Ich war auch schon immer Hemdträger und ziehe fast nie nur einen Pullover an. Ohne Kragen fühle ich mich nur halb angezogen. Und klar trage ich gerne Schleife, das verkaufe ich ja auch.

Jetzt tragen die meisten Männer ja keine Schleifen im Alltag und auch das Binden der Schleife ist ja eine Herausforderung. Was empfehlen Sie da als Einstieg?

Mit Hellblau kannst Du nichts falsch machen! Hellblaue Fliege, vielleicht mit weißen Tupfen, zum weißen Hemd und dunkelblauem Anzug, das sieht einfach toll aus. Genauso geht das auch mit dunklem Hemd und grauem Anzug. Und als i-Tüpfelchen kann noch ein weißes Einstecktuch dazu. Wer keines hat, kann es ja erstmal mit einem Taschentuch ausprobieren – das geht doch auch!

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